Schlaginstrumente

Schlagzeug

Bestandteile eines normalen Schlagzeug-Sets
So wird ein Schlagzeug üblicherweise aufgestellt 
Die Grundregeln des Schlagzeug-Stimmens
Sticks (Schlagzeugstöcke)

Zu jedem Schlagzeug gehören neben den Trommeln die Becken (auch Cymbals). Auch hier gibt es eine Grundausstattung, und ergänzende Teile. Zur Grundausstattung gehören die Hi Hat, das Ride- und das Crashbecken.
 
Im Gegensatz zu den Trommeln, die sich im Klang beeinflussen lassen, hat ein Becken einen unveränderbaren Ton. Es sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass alle Becken gut miteinander harmonieren.
 
Die Becken bestehen aus verschiedenen Bronzelegierungen (jeder Hersteller hat seine eigenen speziellen Rezepte). Gearbeitet werden Becken in der Regel aus einem gegossenen Rohling durch Abdrehen und /oder Hämmern. Gute Becken sind von Hand gehämmert. Jedes Becken hat seinen eigenen Klang, meist auch innerhalb des gleichen Modells.
 
Klanghöhe und Klangfarbefarbe des Beckens werden u.a. bestimmt durch:

  • den Durchmesser
  • die Art der Legierung
  • die Dicke des Metalls
  • die Größe der Glocke in der Mitte, usw.


Beim Befestigen am Ständer sollte man die Schrauben nicht zu fest anziehen, damit das Becken  möglichst frei schwingen kann. Um Schmutz und Oxidationsspuren zu entfernen, die den Klang negativ beeinflussen können, sollte man nur die speziellen Becken-Reinigungsmittel benutzen, welche die Schlagzeugfirmen anbieten, damit man die Oberfläche nicht beschädigt.

Die wichtigsten Becken in Kurzbeschreibung sind:

  • Hi Hat Becken: Die Hi Hat Becken sind immer ein Paar aus zwei gleich großen Becken (üblich ist ein Durchmesser von 14“), die durch Treten des Hi Hat Pedals zusammengeschlagen werden können. Das untere (Bottom) ist etwas dicker als das obere (Top). Sie werden auf zwei Arten gespielt: Entweder mit Sticks auf dem Top, wobei sich der Grad der Öffnung der beiden Becken auf den Klang auswirkt oder durch Treten des Pedals und damit Zusammenschlagen der Becken. Mit ihnen wird der Takt meist in Vierteln oder Achteln durchgeschlagen.
  • Ride Becken: Das Ride Becken ist relativ groß und dick (18“– 22“).Es schafft einen Klangteppich und erzeugt mit der Stockspitze angeschlagen einen typischen „Ping-Sound“.
  • Crash Becken: Das Crash Becken ist ein relativ dünnes mittelgroßes (16 – 18“) Becken, das für Akzente eingesetzt wird und an der Kante angeschlagen, einen typischen „Crash-Sound“ erzeugt. Es gibt auch ein sog. Crash-Ride Becken, das beide Klangcharakteristiken vereint und beispielsweise als günstige Kombilösung für Einsteiger genutzt werden kann.


Wichtige Sonderformen:

  • China Becken: Sie haben aufgebogene Ränder und einen scheppernd blechernen Klang.
  • Nieten-Becken (Sizzles): Im Rand dieser Becken sind lose Nieten eingearbeitet, die ein starkes Grundrauschen erzeugen (gern von Jazz-Drummern genutzt). Für einen ähnlichen Effekt kann man auch kleine Ketten über das Becken hängen lassen.
  • Splash Becken: Sind kleine (8“ – 10“) Crash Becken mit einem hellen durchdringenden Klang.


Oder als Effektbecken:

  • Trash Becken ( „Müll-Becken“)
  • Icebell (glockig-kalt)


Wichtige Firmen:

  • Paiste
  • Meinl
  • Zildjian
  • Istanbul
     
     

Preislich sind alle Kategorien erhältlich:

Vom kompletten Satz (Hi Hat, Crash, Ride) inkl. Tasche 150 € bis einzeln über 400 €.

Felle
Geplagte Eltern: Geht das auch leiser?