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PA - Anlagen
Das P.A. Handbuch, 4. komplett überarbeitete neue Auflage. Einführung in die professionelle Beschallungstechnik.
Dieses Buch bietet einen umfassenden Einblick in die moderne P.A.-Technik. Ausführlich, leicht verständlich und praxisbezogen werden alle Aspekte der Beschallungstechnik behandelt. Es wendet sich an alle, die professionell mit P.A.-Anlagen arbeiten wollen oder müssen - Profis, Stagehands, Auszubildende und interessierte Musiker. ISBN: 978-3-910098-42-8, 461 Seiten, € 28,50
PA, was ist das denn nun schon wieder? PA ist die englische Abkürzung für Public Adress (= öffentlicher Bereich), was übertragen auf die Musikszene nichts anders bedeutet, als dass ein flächendeckendes Beschallungssystem im Öffentlichen Bereich Verwendung findet. Früher ging man in ein vernünftiges Musikgeschäft, und hörte sich eine „Gesangsanlage“ an, was von Prinzip her identisch war, nur eben einfach und ohne technische Fortschritte.
Der Grundstein einer kleinen PA ist ein Verstärker in Kombination mit einem Mixer und 2 Boxen. Das reicht schon aus, um die Nachbarn in den Wahnsinn zu treiben! Nach oben hin sind dem Wahnsinn in Größe und Leistung natürlich keine Grenzen gesetzt. PA-Anlagen findet man überall: Beim Alleinunterhalter, beim Disc-Jockey - bis hin zu den mehrere Kilowatt starken Beschallungsanlagen von Wacken bis ins Wembley-Stadion - alles nennt sich PA.
Wir wollen natürlich kein Stadion beschallen und werden uns deshalb im Folgenden lediglich mit den kleinen PA-Anlagen und ihrem reichhaltigen Zubehör befassen.
Aktive PA-Anlage
Zunächst wollen wir mal versuchen, mit einfachen Worten für den Anfänger zu beschreiben, wie man “auf die Schnelle” eine kleine Aktive PA-Anlage zusammenstellt.
Maaaaaaaaaaama ... Natürlich kann sich der kleine Mann hier auch ganz gut ohne ohne PA Gehör verschaffen, aber wir wollen doch mal schauen, ob es nicht noch lauter geht.
Dazu brauchen wir zunächst einmal ein vernünftiges Mikrofon. Wir wählen für unsere Zwecke (Schreihals mit Gesangstalent) ein Mikrofon.
Mikrofone lassen sich in 3 wesentliche Kategorien einteilen:
Der Mikrofon-Anschluß ist genormt und nennt sich XLR-Verbindung. Diese Verbindungen haben sich gegenüber den am Anfang üblichen 6,35 mm Klinkensteckern durchgesetzt.
Hier haben wir das geeignete symmetrische Mikrofonkabel mit 2 XLR-Steckern.
TIP: Es lohnt sich nicht, an den Kabeln zu sparen. Billige Kabel haben nicht selten kalte Lötstellen oder andere Macken, und man wird dann spätestens beim Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt. Gerade beim Kauf eines Kabels gilt mal wieder: “ Je teurer desto besser ”. Wer sich etwas Gutes tun will, sollte sich bei uns unbedingt mal die Kabel von Klotz oder Schulz anschauen.
Wir unterscheiden bei der Datenübertragung mit Kabeln zwischen:
- Symmetrischen Kabeln (balanced lines)
- Asymmetrischen Kabeln (unbalanced lines)
Die andere Seite des Kabels mit dem female-Anschluss wird mit dem Mixer verbunden, und zwar mit einem der speziellen Mikrofon-Eingänge.
Nun muß noch jede der beiden Aktiven Boxen mit den Ausgängen des Mixers verbunden werden.
Moment mal... da oben fehlt doch noch die Endstufe, oder?
Nein, denn wir sprachen von 2 Aktivboxen. Aktivbetrieb heißt, dass jede der beiden Boxen da oben bereits eine eigene Endstufe besitzt. Jeweils 2 Verstärker in jeder Box steuern im “bi-amped-Betrieb” den Hoch- und den Tieftöner der Box separat an.
Der junge Mann (der Schreihals), den wir ganz am Anfang kennengelernt haben, teilte uns soeben mit, dass er auch noch seine kleine Freundin (bedeutet ein Mikrofon zusätzlich) und den Keyboarder seines Herzens (mit Kleinst-Keyboard für Anfänger) mitbringen möchte. Das Ganze sollte dann auch noch so verkabelt werden, dass die Aktive Anlage nicht brummt. Kleine Menschen - große Wünsche! Das linke Diagramm zeigt, wie wir den Wünschen des kleinen Mannes gerecht werden können.
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