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Klaviere + Digitalpianos
Unterschiede der einzelnen Tasteninstrumente
Digitalpiano
Wir erleben oft, dass es einige Verwirrung bezüglich der Bezeichnung der verschiedenen Tasteninstrumente gibt. Im Folgenden finden Sie eine kurze Beschreibung der einzelnen Instrumente.
Unterschiede der einzelnen Tasteninstrumente
Klavier
Das akustische Klavier ist das traditionelle Klavier mit 88 Tasten, die von A bis C reichen und 7 1/3 Oktaven umfassen. Hämmer schlagen die Saiten an. Strom oder Knöpfe sind nicht vorhanden.
Neu ab ca. 3000 €, aber wir bieten auch ausgewählte, gebrauchte Klaviere an.
Stagepiano
Das Stagepiano ist das Digitalpiano für den Bühneneinsatz. Es ist leichter und kompakter, für häufigen Transport gebaut, und hat oft keine eigenen Lautsprecher oder wenn, dann nur kleine Monitorlautsprecher.
Das bedeutet: Ein Klavierspieler, der einen Klavier-Ersatz für zu Hause sucht und des Platzes wegen mit einem Stage-Piano liebäugelt, sollte sich darüber bewusst sein, dass es klanglich somit nicht an ein Digital-Piano heranreichen kann.
Schließt man externe Lautsprecher an, wird der Klang zwar unter Umständen lauter und voller, aber er kommt aus den Boxen und nicht aus dem Klavier. Das bedeutet, dass das Spielgefühl weniger authentisch ist. Die Tastatur ist wie beim Digitalpiano, und über Kopfhörer verhält es sich klanglich ebenfalls wie ein Digitalpiano. Für die Bühne ist das Stage-Piano optimal. Ab ca. 600 €
Keyboard
Das Keyboard ist weder ein kleiner noch ein provisorischer Klavier-Ersatz. Es hat mit einem Klavier tatsächlich - bis auf die Tasten - nicht viel gemeinsam und davon hat es auch noch deutlich weniger. Ein Keyboard ist ein ganz eigenständiges Instrument mit einer besonderen Art von Tastatur und vielen verschiedenen Klangfarben und Rhythmen. Diese sind keine Zugabe des Herstellers, sondern fester Bestandteil des Keyboard-Spielens. Die Qualität der verschiedenen Klänge bestimmt nicht unwesentlich den Preis des Gerätes! Zum Klavier-Lernen ist es (auf Dauer) nicht geeignet, denn Tastatur und Tonumfang setzen schnell Grenzen. Preis: ab 250 €.
Das E-Piano ist genau genommen eine Klangfarbe und kein Instrument. Oft ist damit aber das Digitalpiano gemeint.
Das “Ensemble-Klavier” ist eine Kombination aus Keyboard und Digitalpiano. Vom Gehäuse und der Tastatur her ein Digitalpiano aber mit allen Funktionen eines Keyboards ausgestattet, ist es interessant für Klavierspieler, die “Ihre” Tastatur behalten möchten aber die Möglichkeiten eines professionellen Keyboards suchen.
Digitalpiano
Das Digitalpiano ist der elektronische Ersatz des Akustischen Klaviers.
Die Tastatur, der Klang, die Pedale und das Spielgefühl sind einem akustischen Klavier nachempfunden und zwar mittlerweile sehr gut!
Preise ab ca. 800 €
Das Digitalpiano
- ist über Kopfhörer spielbar
- kann in der Lautstärke geregelt werden
- verstimmt sich nie
- kann an den Computer angeschlossen werden
- ist der optimale Klavierersatz für jeden, der kein akustisches Instrument stellen kann oder möchte
Wie funktioniert denn ein Digitalpiano? Ein echter Klavier-Klang wird mit einem Mikrofon abgenommen und elektronisch gespeichert. Diese Aufnahme kann dann lauter oder leiser abgespielt werden. Die Lautstärke hängt davon ab, wie schnell oder langsam eine Taste heruntergedrückt wird.
Qualitätsmerkmale bei Digitalpianos
- Hammerschlagtastatur hat Holztasten, die tiefen Tasten sind schwerer
- Saitenresonanz
- Polyphonie
- Halbpedal
- Lautsprecher
- Kopfhörer
- MIDI
- Aufnahme
- Metronom
- Klangfarben
- Brillanz
- Transponieren
Die beiden wichtigsten Kriterien für ein Digitalpiano, welches ja ein Akustisches Klavier ersetzen soll, sind sicherlich eine
- authentische Tastatur
- ein guter Klang
Da aber beginnen bereits die Schwierigkeiten. Nicht weil es nicht beides gäbe, sondern weil es einfach nicht nur die eine Klaviertastatur und den einen Klavierklang gibt! Es gibt unglaublich viele verschiedene Klangfarben bei den unterschiedlichen Klavierherstellern und Modellen. Eines klingt weich, eines brillant, eines hat viel Bass, eines weniger usw.
Das Gleiche gilt für die Tastatur. Akustische Klaviere können weiche, “knubbelige”, schwergängige oder klapprige Tastaturen haben. Das alles sind ganz normale Tastaturen, und was einem gefällt ist eine ganz individuelle Frage des Geschmacks und der Gewohnheit.
Hammerschlagtastatur
Mittlerweile hat im Prinzip jedes Digitalpiano eine so genannte Hammerschlagtastatur, also eine Tastatur, die ähnlich wie ein normales akustisches Klavier mit Hämmern arbeitet und sich auch sehr authentisch anfühlt.
Welches Modell und welche Firma man nun bevorzugt, ist eine sehr individuelle Sache und wird auch von dem bisher gespielten Instrument beeinflusst. Inzwischen unterrichten viele Musikschulen auf Digitalpianos und zwar durchaus nicht alle auf den gleichen Modellen.
Viele (auch professionelle) Klavierspieler nutzen Digitalpianos zum Üben. Das heißt, die Tastaturen haben mittlerweile eine Qualität erreicht, die sich sehen und fühlen lassen kann.
Ein Anfänger sollte sich nicht verrückt machen lassen. Er kann auf jeder Hammerschlag-Tastatur Klavier lernen und sollte getrost das Instrument auswählen, welches ihm von Klang etc. am meisten zusagt. Wir sind Ihnen dabei gerne behilflich.
In höheren Preisklassen (knapp 2000 €) werden z.B. von der Firma Kawai sehr authentische Holztastaturen verwendet.
In der Regel wird bei den Digitalpiano-Tastaturen auch das unterschiedliche Gewicht der Hämmer wie im akustischen Klavier berücksichtigt. Die linken Tasten für die tiefen Töne im Klavier bewegen größere Hämmer, weil die tiefen Saiten dort ja dicker sind. Diese Tasten sind deshalb etwas schwerer zu spielen. Entsprechend leichter sind dann die ganz hohen Tasten zu bewegen.
Klang
Der Klang ist das zweite, entscheidende Kriterium bei der Suche nach einem Digitalpiano. Die Qualität der Aufnahmen (Samples) im Digitalpiano ist mittlerweile extrem fortgeschritten und dicht am Original. So wurden Saitenresonanzen, Hammergeräusche, u.ä. weit über CD-Qualität hinaus gesampelt.
Allerdings kann man hier wirklich pauschal sagen, dass die Klangqualität abhängig von der Preisklasse ist. Da bei einem Digitalpiano die aufgenommenen Klänge über Lautsprecher wiedergegeben werden, ist folglich die Qualität der Lautsprecher entscheidend für die Klangqualität. Je besser die Lautsprechersysteme sind, desto teurer ist aber leider auch das Instrument. Teurere Instrumente verfügen darüber hinaus auch über mehr Gehäusevolumen, welches sich durch sein Resonanzverhalten ebenfalls positiv auswirkt.
Externe Lautsprecher, die man selbstverständlich an ein Digitalpiano anschließen kann, verbessern das Spielgefühl für den Spieler nicht. Eher im Gegenteil, denn der Klang kommt dann nicht mehr aus den entsprechenden Bereichen am Klavier selbst, sondern eben aus der externen Box (fühlt sich ein bisschen an, als ob man eine CD hört). Der Klang kann durch externe Boxen lauter, aber nicht authentischer werden! Das sollte man vor dem Kauf eines Instrumentes bedenken.
Kleines Lexikon der Fachbegriffe: Selbstverständlich sind das nur die wichtigsten Stichpunkte zum Digitalpiano.
Die Polyphonie: Sagt aus, wie viele Töne gleichzeitig klingen können. 32stimmige Polyphonie (also 32 Tasten gleichzeitig) reicht für jeden Hobbypianisten aus. Mittlerweile haben viele Instrumente eine 64-stimmige oder noch größere Polyphonie.
Halbpedal: Bei einem Akustischen Klavier gibt es die Möglichkeit das Haltepedal nur halb getreten zu benutzen. Diese Möglichkeit hat man bei den Digitalpianos nur im gehobenen Bereich.
Kopfhörer: Jedes Digitalpiano bietet die Möglichkeit 1 oder 2 Kopfhörer anzuschließen, so dass man ungestört und ohne die Umwelt zu stören spielen kann.
MIDI = Musical Instrument Digital Interface: Jedes aktuelle Digitalpiano ist mit einem MIDI Anschluss ausgestattet, um es bespielsweise mit einem PC zu verbinden. USB-Anschlüsse sind noch nicht überall vorhanden, aber bereits vielfach Standard (praktisch für USB-Sticks).
Aufnahme: Viele Digitalpianos bieten die Möglichkeit, das eigene Spiel mit einer internen Aufnahmefunktion aufzuzeichnen. Das kann sehr hilfreich sein, um vierhändige Stücke zu üben, als Selbstkontrolle oder auch um sich selbst zu begleiten oder seine Hausaufgaben abzuhören.
Metronom: In vielen Digitalpianos ist ein Metronom (Taktgeber) eingebaut, welches natürlich beim Üben über die Kopfhörer mitzuhören ist, aber auch da niemanden stören kann.
Klangfarben: Jedes Digitalpiano ist mit mehreren Klangfarben ausgestattet. Meist gibt es neben dem Klavierklang noch mindestens einen E-Piano-Klang, eine Kirchenorgel, ein Cembalo, Streicher, etc. Üblicherweise sind diese Klänge untereinander kombinierbar. Bei einigen Digitalpianos hat man des Weiteren noch die Möglichkeit, die Klangfarbe des Klaviers zu verändern, indem man den Klang brillanter oder weicher einstellen kann.
Transponieren: Eine weitere, gängige Funktion im Digitalpiano ist die Möglichkeit, das Instrument in andere Tonlagen umzustimmen. Das heißt. man kann die Noten spielen wie geübt, aber das Klavier höher oder tiefer spielen lassen. Das ist praktisch zum Singen oder bei transponierenden Instrumenten wie Saxophonen u.ä.
Bei weiteren Fragen sprechen Sie uns gerne an. Letztendlich muss man aber sein Instrument durch Anhören und Ausprobieren finden. Dazu laden wir Sie gerne herzlich ein.
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