Holzarten bei E-Gitarren
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Agathis
(Kauri-Baum)
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Beschreibung: Agathis rechnet
man den Kauri-Bäumen zu, welche unter anderem im Asiatischen Raum zu Hause
sind. Agatis ist ein Nadelbaum und wird auch als
Kauri-Fichte gehandelt. Mittlere Dichte und feines Gefüge ähneln dem leichten
Holz der Erle, nur dass Agathis eben noch weicher
als Erle ist. Agathis ist sehr kostengünstig, und
so verwundert es nicht, dass bei preiswerten Gitarren aus Fernost eben dieses
Holz zunehmend Verwendung findet. Sound: Obere Mitten und klar definierte Höhen sucht man
bei Agathis vergeblich und der Sound im Bassbereich
ist doch eher schwammig und etwas unsauber. Man sollte jedoch immer die
Zielgruppe und das Preis-Leistungsverhältnis im Auge behalten. Für Anfänger
ist ein Instrument mit Agathis-Korpus durchaus
akzeptabel. |
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Erle (alder)
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Beschreibung:
Erlen kommen weltweit vor und
gehören zur Gattung der Birkengewächse. Die Erle ist also in die Kategorie
leichtes Holz mit mittlerer Dichte einzuordnen. Erle ist ein sehr beliebtes
Material für Vintage-Gitarren. Sound: Der Sound der Erle ist fett und mittenbetont,
also sehr nahe am „vintage sound“
der späten 5oer Jahre. Es ist ein charakteristischer, singender Vintage-Ton. Die meisten Single-Coil-Gitarren
mit 3 Tonabnehmern aus den 50er Jahren bis in die Neuzeit haben einen Korpus
aus Erle. Erle dominiert voll in den unteren Mitten, ohne jedoch den
Charakter in den oberen Mitten zu verlieren, so dass die Gitarre auch dort
noch sauber und akzentuiert klingt. Zwar weist Erle nicht die Brillanz und
den Attack von Esche auf, klingt dafür aber wärmer
und bodenständiger. |
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Esche (ash)
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Beschreibung: Esche ist ein mittelhartes bis hartes, schweres, extrem stabiles und
festes Holz mit stark ausgeprägter Maserung, welches sich exzellent
bearbeiten und lackieren lässt. Bereits Anfang der 50er Jahre begann man mit
der kommerziellen Verarbeitung von Esche in der Musikindustrie. Man kann
Esche also den so genannten „vintage woods“ zurechnen. Sound: Esche klingt in den Mitten ausgesprochen
differenziert, mit einer leichten Tendenz in die unteren Frequenzbereiche.
Die Ausgewogenheit des Klanges in Kombination mit brillanten und perlenden
Höhen, begleitet von viel Sustain und reichlich Attack, machen Erle zu einem der beliebtesten Tonhölzer
überhaupt. Nicht von ungefähr verbaut Fender neben Erle seit Jahrzehnten auch
Bodies aus Esche. |
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Sumpfesche
(swamp ash) |
Sound: Die Klangeigenschaften von Sumpfesche
unterscheiden sich nur geringfügig von denen der normalen Esche. Sumpfesche
klingt etwas runder, weniger hart, samtiger und hat weniger Attack als Esche. Eine transparente Lackierung, oder gar
eine offenporige Behandlung bieten sich an, um die gefällige Maserung zur
Geltung zu bringen. |
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Linde (basswood, american basswood) Nordamerika,
Asien
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Beschreibung: Basswood gehört zur Familie der Tiliaceae (Lindengewächse)
und ist nahezu identisch mit unserer heimischen Sommer- bzw. Winterlinde,
allerdings ist das Holz etwas leichter, als das unseres heimischen Baumes (welcher
eher mittelschwer ist), aber ebenso gleichmäßig in der Struktur. Sound: Basswood produziert einen weniger crispen, aber
ziemlich gleichmäßigen, warmen Klang mit vollen Mitten, so dass sich eine
Kombination mit Humbuckern geradezu anbietet, weil Humbucker konstruktionsbedingt ein ähnliches Spektrum
aufweisen. Angezerrte Sounds sind die Domäne von Basswood.
Natürlich harmonieren Single Coils auch sehr gut. Anfang
der 80er wurde Basswood für den Gitarrenbau
entdeckt und war lange Zeit das am meisten verbaute Holz im
E-Gitarren-Bereich überhaupt. |
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Mahagoni
(mahagony)
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Beschreibung: Seit Anfang der 50er Jahre findet dieses mittelschwere Holz im
Gitarrenbau Verwendung, vornehmlich bei der Firma Gibson, und zwar für Korpus
und Hals. Sound: Der
Ton ist fett, warm und konzentriert mit dominanten Mitten. Sustain ist reichlich vorhanden, jedoch sind Höhen nicht
im Übermaß präsent, so dass sich die Kombination mit einer Ahorn-Decke
anbietet, um dem Sound mehr Brillanz zu verleihen. Ideal ist eine Kombination
mit Humbuckern. |
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Pappel (aspen)
Zitterpappel
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Beschreibung: Die Pappel hat nahezu den gleichen Verbreitungsraum wie die Linde. Pappel
ist leichter als Linde uns sehr weich, allerdings mechanisch stärker
beanspruchbar. Sound: Klanglich
treten Probleme in den Höhen auf. Attack und
Brillanz sind eher weniger vorhanden. Allerdings ist der Ton angenehm warm
und samtig, so dass sich eine Kombination mit Humbuckern
(gute Zerrsounds) anbietet. |